Wird Google Beam immersive 3D-Videoanrufe in der Unternehmenskommunikation verändern?

23/05/2025
Damovo News

Der Markt für Unified Communications (UC) entwickelt sich immer weiter. Mit Google Beam bringt Google eine Technologie ins Spiel, die immersive 3D-Videoanrufe Realität werden lässt. Für Unternehmen stellt sich die Frage: Welches Potenzial steckt darin? Und wie passt Beam in die aktuelle Anbieterlandschaft?

Was ist Google Beam und wie funktioniert es?

Google Beam baut auf Project Starline. Mithilfe von KI (Künstlicher Intelligenz) und einer speziellen Kameraanordnung erzeugt es in Echtzeit lebensechte 3D-Avatare von Meeting-Teilnehmenden, ganz ohne Headsets oder Spezialbrillen. Die Plattform bietet KI-basierte 3D-Videoanrufe, Light-Field-Displays für natürliche Tiefenwirkung, Echtzeitübersetzung mit Tonfall- und Mimik-Erkennung sowie Integration in Google Cloud und Unternehmens-Workflows. Ziel ist es, die virtuelle Zusammenarbeit ansprechender zu gestalten, insbesondere für internationale Teams und hybride Meetings.

Marktentwicklung und Wettbewerb

Auch wenn Google Beam einen bedeutenden Fortschritt darstellt, ist es nicht die einzige Lösung am Markt. Führende Anbieter wie Cisco, Microsoft, Mitel und Avaya investieren ebenfalls stark in immersive und KI-gestützte UC-Lösungen. Der Markt bewegt sich in Richtung plattformübergreifender Integration, Flexibilität und verbessertem Nutzererlebnis. Wobei jeder Anbieter individuelle Stärken und Integrationsmöglichkeiten bietet. Unternehmen sollten bei der Auswahl von Lösungen darauf achten, dass sie zu ihren Geschäftsanforderungen, ihrer bestehenden Infrastruktur und ihren strategischen Zielen passen. Gleichzeitig gilt es eine Anbieterabhängigkeit zu vermeiden sowie Interoperabilität zwischen Plattformen sicherstellen.

Worauf Unternehmen bei der Einführung von immersiven Technologien achten sollten

Der Einsatz von Plattformen wie Google Beam kann Vorteile bringen, etwa höhere Mitarbeiterbindung, schnellere Entscheidungsfindung und ein inklusiveres hybrides Arbeitsumfeld. Dennoch sollten Unternehmen folgende Punkte beachten:

  • Integration mit vorhandenen Systemen: Prüfen Sie, wie neue immersive Technologien mit bestehenden UC- und Netzwerkinvestitionen zusammenarbeiten.
  • Datenschutz und Compliance: Stellen Sie sicher, dass Lösungen DSGVO und andere regulatorische Anforderungen erfüllen, insbesondere bei Implementierungen in der EU.
  • Infrastruktur-Readiness: Bewerten Sie Ihre Netzwerkkapazitäten und Endgeräteanforderungen für 3D-Video-Streams mit hoher Bandbreite und geringer Latenz.
  • Gesamtbetriebskosten: Berücksichtigen Sie Hardware-, Software- und laufende Supportkosten in verschiedenen Anbieter-Ökosystemen.
  • Interoperabilität: Wenn Sie wie die meisten Unternehmen mehrere UC-Plattformen nutzen, werden eine nahtlose Integration und plattformübergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger.

Zeitplan für Google Beam in Europa

Google Beam wird Ende 2025 zunächst für ausgewählte Kunden in den USA eingeführt. Eine erste öffentliche Demo gibt es auf der InfoComm 2025 gemeinsam mit HP eingeführt. Abhängig von regionalen Rollout-Zyklen und erforderlichen regionalen Zertifizierungen ist mit einer breiteren Verfügbarkeit in Europa in 12 bis 18 Monaten zu rechnen, also zwischen Ende 2026 und Anfang 2027.

Strategische Empfehlungen für Unternehmen

Die frühe Einführung immersiver UC-Technologien wie Google Beam kann einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Vorausgesetzt, die Entscheidung passt zur jeweiligen Situation und zu den Zielen des Unternehmens. Das Team von Damovo TRACES beobachtet kontinuierlich die Entwicklungen auf dem UC-Markt und ist bereit, Kunden weltweit maßgeschneiderte, anbieterunabhängige Beratung zu bieten.

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