Das Netzwerk als Sensor: OT- und IT-Network Detection and Response

16/10/2024
Damovo News

Expertenvortrag auf der it-sa 2024 von Stefan Ilchmann, Group Practice Lead Enterprise Networks bei Damovo

Damovo ist auf der it-sa mit drei Expertenvorträgen vertreten, die auf wesentliche Schwerpunkte in der IT-Sicherheit eingehen. Jeder Vortrag bietet praxisnahe Informationen und Lösungen, die Unternehmen direkt in ihre Sicherheitsstrategien einbinden können.

Stefan Ilchmann, Group Practice Lead Enterprise Networks bei Damovo, spricht in seinem Vortrag über die Absicherung von OT-Endgeräten, da auch diese Sensoren und Aktoren in Maschinen zunehmend Angriffszielen ausgesetzt sind. Der Vortrag richtet sich an Entscheider und Verantwortliche aus den Bereichen Produktion, Logistik, Automatisierung sowie Energie- und Wasserversorgung und zeigt praxisnahe Lösungen zur Überwachung von OT-Geräten auf.

Wir haben Stefan im Vorfeld einige Fragen zu den wichtigsten Aspekten des Vortrags gestellt.

Stelle dich und deine Aufgaben bei Damovo kurz vor.

Mein Name ist Stefan Ilchmann. Ich bin seit 32 Jahren international bei führenden Unternehmen in der Enterprise Networks Industrie tätig und habe erfolgreich verschiedene Funktionen in R&D, Produkt Management, Vertrieb und Strategie bekleidet. Seit 7 Jahren bin ich im Team Damovo und verantworte gegenwärtige den Bereich „Group Practice Lead Enterprise Networks“. Mein Schwerpunkt ist die Beratung von Unternehmen in der Digitalen Business Transformation und die Entwicklung neuer Dienstleistungen für Damovo in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern.<br>

Welche Herausforderungen siehst du aktuell im Bereich Cybersecurity, die du mit deinem Vortrag 

Ich widme mich in meinem Vortrag insbesondere dem Thema OT Detection & Response, dem aus meiner Sicht im Context Cybersecurity bisher noch nicht ausreichend Aufmerksamkeit zukommt. Im IT-Bereich ist es heute eine Selbstverständlichkeit, Endpoints abzusichern, da diese ein typisches Einfallstor für Cybersecurity-Bedrohungen sind und oft am Anfang einer Kill Chain stehen. Genauso wie IT-Endgeräte sind aber auch OT-Endgeräte, also Sensoren und Aktoren in Maschinen, gefährdet, zum Angriffsziel zu werden.<br>

An wen richtet sich dein Vortrag in erster Linie?

Der Vortrag richtet sich vor allem an Entscheider und Verantwortliche im industriellen Umfeld von Produktion, Logistik und Automatisierungstechnik, aber auch an Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung.

Was können Teilnehmer und Teilnehmerinnen von deinem Vortrag mitnehmen, das ihnen bei ihrer täglichen Arbeit hilft?

Ich werde Key Learnings aus aktuellen Projekten aufzeigen. Hierbei haben wir IP-basierte Kundennetzwerke als Cybersecurity-Sensor verwendet, um typische OT-Geräte wie z.B. Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPSen) besonders effizient zu überwachen. Es geht also um eine Network Detection and Response (NDR) Lösung.

Solche Geräte aus dem OT- oder IoT-Umfeld werden in Unternehmen oft von externen Partnerunternehmen bereitgestellt und gewartet. Meistens sind keine Security Clients für diese Geräte verfügbar und nicht selten erfahren diese Geräte keinen regelmäßigen Sicherheitsupdates. Damit müssen im Rahmen eines Sicherheitskonzeptes OT Endgeräte in Sinne eins Zero Trust Ansatzes als potentielle Bedrohung aufgefasst und vom Netzwerk überwacht werden.

Wie glaubst du, wird sich die Cybersecurity in den nächsten Jahren entwickeln? Welche Trends siehst du?

Das Thema Cybersecurity wird weiter an Bedeutung gewinnen. Mit dem Einzug von KI wird sich die Bedrohungslage noch einmal verschärfen, weil Angriffe noch intelligenter werden und durch Automatisierung weiter deutlich im Umfang zunehmen. Gleichzeitig kann KI aber helfen, wirkungsvolle Abwehrmechanismen zu entwickeln und zu implementieren. Es ist wichtig, hier am Ball zu bleiben.

Informationen auf einem Blick

Wann: Donnerstag, 24. Oktober 2024, 13:30-1:45 Uhr.

Wo: Cisco-Stand, Halle 7A, Stand 504