Matthias Berchtold, Sales Director – Strategic Verticals

Drei Tage, ein Stand, vier Unternehmen. Vom 13. bis 15. Oktober war Damovo als Aussteller auf der Smart Country Convention in Berlin in Halle 26 am Stand 539 aus. Mit dabei waren unsere Partner Rocket.Chat, Pexip und Mitel.

Gemeinsam haben wir gezeigt, wie souveräne Kommunikation für Verwaltung und öffentliche Hand heute schon funktioniert: mit dem SovereignStack. Telefonie, Messaging und Meetings, unter Ihrer Kontrolle.

Warum Souveränität jetzt auf die Agenda gehört

Digitale Souveränität ist längst kein Nischenthema mehr. Das haben auch die Vorträge auf der SCCON gezeigt. Auf EU-Ebene zeichnet sich ein Bewertungsrahmen mit vier Souveränitätsstufen ab, vom Datenstandort in der EU bis zur einsehbaren Code-Lieferkette. Höhere Stufen sollen in der öffentlichen Beschaffung zählen, und Open Source soll dort ausdrücklich bevorzugt werden. Was heute noch eine freiwillige Strategie ist, wird absehbar zur Pflicht.

Die Praxis ist schon weiter. Schleswig-Holstein hat Groupware, Kollaboration und Telefonie auf Open Source umgestellt, Berlin baut seine Open-Source-Strategie aus, und seit 2026 verweisen auch die EVB-IT-Vertragsvorlagen auf Open Source. Viele Behörden fragen sich inzwischen nicht mehr ob, sondern wie.

Ein Gedanke ist uns besonders hängen geblieben: Wer außerhalb Europas einkauft, gibt Wissen ab und mit ihm Ressourcen. Jeder Euro für Lizenzen und Cloud finanziert Forschung, Talente und Innovation dort, wo die Lösung entsteht. Souveräne Beschaffung ist deshalb auch eine Investition in den eigenen Standort.

Genau da setzt unser Messeauftritt an. Unsere Botschaft am Stand: Souveränität wird nicht beschlossen. Sie wird gebaut. Und zwar mit Technologie, die heute verfügbar ist, im Betrieb bewährt und unabhängig von einzelnen Hyperscalern.

Ein Open-Source-Hub, drei Partner

Das Herz des SovereignStack ist ein Open-Source-Hub. Rocket.Chat steht als offener Kern in der Mitte, für Messaging, Zusammenarbeit und als zentraler Client. Daran docken weitere Bausteine modular an: Pexip für Videokonferenzen, die sich auch in hochsicheren Umgebungen selbst betreiben lassen, und Mitel für Telefonie, die sich in bestehende Strukturen einfügt. Über offene Schnittstellen und Standards lassen sich weitere Open-Source-Systeme genauso anbinden wie vorhandene Lösungen.

Warum das wichtig ist? Souveränität entsteht nicht durch ein bestimmtes Lizenzmodell. Sie entsteht dadurch, dass eine Organisation dauerhaft selbst entscheiden, kontrollieren und wechseln kann. Das war eine der Kernbotschaften der Konferenz, und genau dafür ist ein modularer Aufbau gemacht. Jedes Modul ist austauschbar, keines bindet Sie an einen einzelnen Anbieter.

Damovo verbindet die Bausteine als herstellerneutraler Integrator: Beratung, Implementierung und Betrieb. On-Premises oder in einer souveränen europäischen Cloud. Als vollständige UC-Lösung oder als Out-of-Band-Lösung, die im Ernstfall funktioniert, wenn die primäre Plattform ausfällt. Für viele Organisationen ist das der erste Schritt hin zur vollständigen Umstellung.

Open Source. Betrieben in Europa.

Unsere Eindrücke

Die Gespräche am Stand waren konkret. Kaum jemand wollte wissen, warum Souveränität wichtig ist. Die meisten wollten wissen, wie ein Umstieg praktisch aussieht: Migration, Betrieb, Sicherheitsanforderungen bis VS-NfD und die Frage, was mit bestehenden Lizenzen passiert.

Besonders gefragt war das Out-of-Band-Szenario. Viele Verwaltungen suchen eine zweite, unabhängige Kommunikationsebene, die greift, wenn die primäre Plattform nicht verfügbar ist. Oft ist das der pragmatische Einstieg: erst eine unabhängige zweite Ebene, dann Schritt für Schritt mehr.

Gefreut hat uns, wie breit das Interesse war: Kommunen, Landes- und Bundesbehörden, IT-Dienstleister der öffentlichen Hand und Cloud-Anbieter waren gleichermaßen dabei. Souveräne Kommunikation ist auf allen Ebenen angekommen.

Danke und wie es weitergeht

Ein großes Dankeschön an Rocket.Chat, Pexip und Mitel für drei starke Tage und an alle, die bei uns vorbeigeschaut haben. Die SCCON hat bestätigt: Der Bedarf ist da, und die Lösung auch.

Jetzt geht es an die Umsetzung. Wir freuen uns darauf, die Gespräche aus Berlin in konkrete Projekte zu überführen. Sie haben uns verpasst oder wollen tiefer einsteigen? Sprechen Sie uns an.